Kurze Antwort: Das normale Kanekalon, das für glatte und texturierte Synthetik-Dreads verwendet wird, ist nicht hitzebeständig. Es verträgt etwa 60–70 °C (140–158 °F). Lockige Dreads sind anders: Die Locken bestehen aus Henlon, einer Hochtemperaturfaser, die bis etwa 150 °C (302 °F) aushält.
Welche Faser steckt in welchem Set
- Glatte und texturierte Dreads — Niedertemperatur-Kanekalon.
- Lockige Dreads und lockige Enden — Henlon, die hitzebeständige Faser.
- Gemischte Sets — der glatte Teil ist Kanekalon, der lockige Teil ist Henlon. Behandle das gesamte Set bei Hitze deshalb wie Kanekalon.
Jedes Set wird in unserem Studio von Hand mit einer Häkelnadel gefertigt; wir kaufen nur die Rohfaser und das Haar ein. Die Faser jedes Sets findest du in der jeweiligen Beschreibung: Synthetik-Dreads, texturierte Dreads, lockige Dreads.
Warum Hitze bei Kanekalon eine Rolle spielt
Kanekalon wird durch Hitze weich und verändert seine Form — und behält die neue Form nach dem Abkühlen bei. Genau das nutzen wir im Studio: Die Struktur texturierter Dreads wird mit kochendem Wasser fixiert. Zu Hause passiert dasselbe ungewollt: Ein Glätteisen oder ein heißer Föhn kann die Dreads dauerhaft plattdrücken, aufrauen oder verbiegen.
Was ist unbedenklich und was nicht
| Glatt und texturiert (Kanekalon) | Lockig (Henlon) | |
|---|---|---|
| Warmes Bad oder warme Dusche (ca. 40 °C) | Unbedenklich | Unbedenklich |
| Heißer Föhn | Vermeiden | Nicht auf hoher Hitzestufe |
| Glätteisen | Nein | Nur durch ein feuchtes Baumwolltuch, ohne hohe Hitze |
| Sauna | Lange Saunagänge vermeiden | Erlaubt |
| Kämmen | — | Die Spiralen nicht kämmen |

